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Der Trend im Webdesign:
Die eigene Webseite im Flat Design.

Seinen Internetauftritt im Flat Design zu präsentieren ist ein Trend, der sich in den letzen 2 Jahren durch das gesamte Internet verbreitet und der minimalistischen Seitengestaltung zu einem Anstieg an Popularität verholfen hat. Doch woher kommt der Trend, was für Vor- und Nachteile hat er und wie sieht die Zukunft des Flat Designs aus?

Hauptsache Flach?
– Was zeichnet Flat Design aus?

Grundsätzlich zeichnet sich das Flat Design dadurch aus, dass Webseiten auf das Wesentliche beschränkt werden. Das heißt, optische Spielereien und aufwendige Animationen sucht man ebenso vergebens wie auffällige Schatten oder andere Texturen, welche vom eigentlichen Inhalt ablenken. Das Motto lautet: Weniger ist mehr. Die minimalistische Ästhetik schafft Einfachheit und vermittelt Klarheit über den Content.

Seine Anfänge hatte das minimalistische Webdesign in der Gestaltung von Smartphone-Apps. Nachvollziehbar, denn auf den meist kleinen Bildschirmen ist es wichtig, dem User die relevanten Informationen gut leserlich zu präsentieren. Aufwendige Texturen und Animationen lenken dabei nicht nur vom eigentlichen Content ab, sondern sorgen vor allem für deutlich längere Ladezeiten.

Die Designsprache des Flat Designs wird besonders deutlich, wenn man die Gegensätze dieses Stils betrachtet. Dazu zählen beispielsweise das sogenannte "rich design", welches auf viele Effekte setzt, um einen dreidimensionalen Effekt zu erzeugen. Den größten Kontrast zum Flat Design bildet jedoch der Skeuomorphismus.

Das Ziel dieser Designrichtung ist es, neuen, ungewohnten Dingen den Look von bekannten Dingen zu geben. Ein Benutzer findet sich so einfacher zurecht und kann vor allem neue Technologien und Software intuitiver benutzen. Der Skeuomorphismus fungiert als eine Art Hilfestellung für die Benutzung neuer Technologien. Werfen Sie zum Beispiel einen Blick auf Ihren Desktop: Der Papierkorb auf dem Desktop macht auch einem PC-Anfänger sofort klar, wofür man diesen benutzt.

Der Ursprung des Flat Designs

So wie Vieles, was man heute im Web findet, hat das Flat Design seinen Ursprung im "analogen" Print-Bereich und dabei ebenfalls Inspirationen aus der Kunst übernommen.

Schweizer Typografie

Aus dem Ursprungsland der weltbekannten, serifenlosen Helvetica Schriftart von 1957, bildete sich in den 1940er und 50er Jahren eine weitere Gestaltungsrichtung im Bereich der Typografie – die Schweizer Typografie. Angelehnt an den deutschen Bauhaus Stil, wird "swiss design" definiert durch Gestaltungsraster, serifenlose Schriften und den Verzicht auf Schmuckelemente zugunsten ausgeprägter Weißräume. Prägendes Merkmal ist das Zusammenspiel von Fotografie und Typografie als primäres Mittel der visuellen Kommunikation.

Serifenlose Schrift und minimalistische Bilder zeichnen das Swiss Design aus

Serifenlose Schrift und minimalistische Bilder zeichnen das Swiss Design aus.

Minimalismus

Der Minimalismus teilt so viele Ähnlichkeiten mit dem heutigen Flat Design, dass der Begriff "minimalistisch" häufig zur Beschreibung des Flat Designs eingesetzt wird. Minimalismus ist der Oberbegriff mit einer Vielzahl von verschiedenen Ausprägungen in unterschiedlichsten Bereichen, aber das Credo beider Stile ist simpel: Unnötiges Entfernen und nur das Nötigste Zurücklassen. Klar definierte Formen, ein aufgeräumter Look und bunte Farben zeichnen beide Stile aus.

Alt vs. Neu: Das neue MAGIX-Logo folgt den Prinzipien des Minimalimus, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren.

Alt vs. Neu: Das neue MAGIX-Logo folgt den Prinzipien des Minimalimus, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren.

Aufstieg des Flat Designs

Flat Design ist auch bei Smartphone-Software immer beliebter.

Flat Design ist auch bei Smartphone-Software immer beliebter.

Flat Design ist also keinesfalls etwas komplett Neues. Doch warum ist es erst in der letzten Zeit so populär geworden? Die Antwort ist simpel: Wie bei den meisten Neuerungen, braucht es Visionäre, die den Mut haben, etwas zu ändern. Im Falle des Flat Design stieß Microsoft mit seinem Metro-Design (welches später in Microsoft Design Language umbenannt wurde) den Aufstieg an. Apple folgte kurz darauf, als sie das neue Betriebssystem für das iPhone, iOS 7, komplett im Flat Design überarbeiteten.

Die Frage, die sich dahingehend allerdings stellt, ist die Frage nach dem Warum. In der heutigen Zeit surfen nicht nur Desktop-Computer durchs Netz, auch Smartphones, Tablets, Laptops und sogar Spielekonsolen rufen Informationen aus dem Internet ab. Somit sind die Anforderungen an Webseiten auch viel anspruchsvoller als noch vor einigen Jahren.

Was eine Webseite heute können muss:

  • Sich dem Gerät anpassen, auf dem es angezeigt wird (Responsive Design)
  • Ressourcenschonend sein, denn oftmals haben vor allem Smartphones keine gute Datenverbindung
  • Sie muss sowohl per Berührung auf einem Touchscreen als auch per Maus bedienbar sein

All diese Punkte erfüllt das Flat Design mit seinen simplen Formen und klaren Linien. Aufwendige Logos, Spiegelungen und Effekte machen eine Webseite oft nicht nur unübersichtlich, sondern sorgen vor allem dafür, dass Seiten mehr Daten verbrauchen und länger laden müssen. Auch Typografie spielt eine große Rolle, mehr darüber in diesem Artikel.

Alles flach – alles gut?
Probleme des Flat Designs

Das Flat Design besitzt, im Gegensatz zum Skeuomorphismus, ein Selbstverständnis und setzt auf bereits gelerntes Verhalten der Benutzer. Somit ist der Designer einer Website nicht nur eingeschränkt, was Gestaltungsmöglichkeiten angeht, sondern hat auch eine Verpflichtung, seine Webseite so zu gestalten, dass sie einfach zu bedienen ist und den User nicht verwirrt.

Eine weitere Herausforderung bei der Gestaltung einer Website im Flat Design: Reduziert man visuelle Effekte, ist dem Benutzer unter Umständen auf den ersten Blick nicht mehr bewusst, welche Objekte auf einer Webseite anklickbar sind und welche nicht.

Auch bei Farben werden Webseitendesigner vor eine Herausforderung gestellt: Während man auf einer traditionellen Website meist nur eine oder zwei verschiedene Farben benutzt, setzt das Flat Design meistens auf mindestens fünf Farben. Diese Farben müssen stimmig gesättigt und vor allem farblich aufeinander abgestimmt sein; man muss für jede Seite demnach eine eigene Farbpalette kreieren.

Wie wird sich Flat Design weiterentwickeln?

Wie wird sich Flat Design weiterentwickeln?
Flat Design vs. Flat Design 2.0

Wie bei vielen Trends kann niemand voraussehen, was die Zukunft bereit hält. Sicher ist jedoch, dass auch Flat Design nicht für immer das Nonplusultra sein wird. Google macht es mit ihrem Material Design vor: Diese neue Designsprache orientiert sich sehr am Flat Design und serifenlosen Schriften, arbeitet aber zusätzlich gekonnt mit Schlagschatten und natürlichen, subtilen Animationen und gibt dem ansonsten sehr eindimensionalen Flat Design mehr Tiefe, ohne dabei den Betrachter zu verwirren.

Das sogenannte Flat Design 2.0 arbeitet, wie das Material Design, in mehr als einer Ebene. Schlagschatten sorgen für subtile Plastizität und sorgen für mehr Übersicht.

Zusammenfassend ist das Flat Design eine stilvolle Lösung, um die Reizüberflutung zu vermindern und Informationen klar und einfach darzustellen. Und die Weiterentwicklung des Designs legt nahe, dass die Tage des Flat Designs noch nicht gezählt sind.


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