
MAGIX Unternehmenshistorie
Aus einer Garage heraus zum Weltmeister von morgen – so oder so ähnlich sieht der Traum vieler Unternehmensgründer im IT-Bereich aus. Die Entwicklung von MAGIX vom 3-Mann-Unternehmen zum Marktführer für Multimediasoftware mit 300 Mitarbeitern, weltweitem Vertriebsnetz, Niederlassungen in ganz Europa und Übersee ist mustergültig: 1993 die Gründung, im Jahr 2000 die Wachstumsfinanzierung durch Venture Capital-Geber und 2006 der Börsengang in Frankfurt skizzieren die Erfolgsstory von MAGIX nur grob. Bei all der gewonnenen Größe, Professionalität und Internationalität spürt man bei MAGIX aber dank seiner Innovationsdynamik immer noch den anfänglichen Unternehmergeist, der stets danach sucht, Unmögliches möglich zu machen.
Die Gründungsphase
Den Grundstein für MAGIX haben Jürgen Jaron, Dieter Rein und Erhard Rein im Jahr 1993 mit der Gründung der MAGIX Technologie GmbH in München gelegt. Dabei ist es ihr erklärtes Ziel, intuitive und unterhaltsame Lösungen zum Gestalten, Archivieren und Präsentieren von Fotos, Videos und Musik für jedermann zu bieten. „Unsere Vision, innovative Multimediatechnologie für den Privatanwender benutzbar zu machen, wurde damals vielleicht noch belächelt. Computer waren reine Rechengeräte und nicht dazu gedacht, den Alltag mit Musik, Videos und Fotos zu verschönern.“, erinnert sich Jürgen Jaron (Vorstandsvorsitzender von MAGIX).
Von dieser Vision getrieben entsteht unter Federführung der Entwickler Tilman Herberger und Titus Tost, die bereits seit 1989 mit ihrer digitalen Audioworkstation Samplitude erfolgreich sind, die erste Software von MAGIX: Der MAGIX Music Maker macht die Samplitude-Technologie erstmals für Privatanwender nutzbar und holt damit aus dem heimischen PC eine ungeahnte Klangfülle heraus. Obwohl die Programmversion aus dem Jahr 1994 auf eine einzige Diskette passt, kann der erste MAGIX Music Maker bereits mit zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten und CD-füllenden Soundvorlagen ein breites Publikum überzeugen.
MAGIX ist damit quasi ein Ost-West-Joint Venture der Marketing- und Vertriebsexperten Jürgen Jaron, der Brüder Dieter und Erhard Rein aus Nordrhein-Westfalen mit den Entwicklern Tilman Herberger und Titus Tost aus Sachsen. Bis heute arbeitet dieses Fünfer-Gründungsteam zusammen und steht gleichermaßen für Kontinuität und Innovation bei MAGIX.

Beginnende Internationalisierung
Die zunehmende Fokussierung des Unternehmens auf die Herstellung und den Vertrieb von Entertainment-Produkten im Multimediabereich kommt im Jahr 1995 in der Umfirmierung der MAGIX Technologie GmbH zur MAGIX Entertainment Products GmbH zum Ausdruck. Mit den auf dem heimischen Markt erfolgreichen Audioprodukten werden in den Folgejahren neue Absatzmärkte erschlossen. Im Jahr 1997 wird damit begonnen, den Vertrieb sowohl in wichtigen europäischen Staaten als auch in den USA durch vor Ort ansässige Tochtergesellschaften aufzubauen.
Wer reichlich sät…
Unterdessen investiert MAGIX von Anfang an einen Großteil der generierten Umsätze in Forschung und Entwicklung – und damit wiederum in neue Technologien und innovative Produkte. „In unserer vom permanenten Wandel geprägten Branche, ist es uns wichtig, als Innovator aufzutreten. Deshalb sind wir bereit, das Risiko einzugehen, dass sich auch eine gute Idee manchmal nicht oder nicht sofort am Markt durchsetzen lässt. Nur wer reichlich sät, kann eine gute Ernte erwarten. Weil wir das verinnerlicht haben, sind wir im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bereit, vermehrt in Forschung und Entwicklung zu investieren“, motiviert Jürgen Jaron seine Mitarbeiter.
Die hohe Wertschätzung für Forschung und Entwicklung bei MAGIX zeigt sich bereits in der Gründung der MAGIX Development GmbH & Co. KG – dem Rechtsvorgänger der MAGIX Development GmbH mit Sitz in Dresden – im Jahr 1998. Die relative Eigenständigkeit dieser Konzerntochter sorgt sehr früh für hohe Kostentransparenz und klare Ergebnisorientierung des F&E-Bereichs von MAGIX.
…erntet Innovationen!

Mit 15 Mitarbeitern verlegt MAGIX 1999 seinen Geschäftssitz von München nach Berlin. Nachdem sich im Jahr 2000 der Venture Capital-Geber 3i Group plc sowie die tbg Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH im Rahmen von Kapitalerhöhungen bei MAGIX beteiligt haben, erfolgt 2001 die Umwandlung in die heutige MAGIX AG. Die aus den Kapitalerhöhungen zugeflossenen Mittel werden zur Erweiterung des Produktportfolios verwendet. Entsprechend rasant entwickelt sich die Mitarbeiterzahl, die Ende 2003 etwa bei 150 liegt.
Mit den Neu- und Weiterentwicklungen der Audio-, Video- und Fotosoftware von MAGIX, die zunehmend die heimische PC-Software nahtlos mit Internetprodukten verknüpft, werden in den Folgejahren nicht nur zahlreiche Testsiege eingefahren, sondern auch Kooperationspartner, wie Fujitsu-Siemens, t-online, Motorola, Medion, Swisscom (Bluewin), Acer, Toshiba, Strato und Hewlett-Packard, gewonnen. Neben den Eigenentwicklungen sichert sich MAGIX darüber hinaus mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der m2any GmbH im Jahr 2005 die exklusiven Rechte an einer der fortschrittlichsten Technologien zur Musikerkennung und Musikempfehlung. Seither entwickelt sich MAGIX zum Vorreiter für zukünftige Formen der Musikvermarktung.
Weiteres Wachstum mit Börsengang, Übernahmen und Neugründungen

Beim Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse im April 2006 liegt die Erstnotiz der MAGIX-Aktie, die im Prime Standard mit dem Börsenkürzel MGX und der ISIN DE0007220782 gelistet ist, bei 16,40 EUR. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von etwa 200 Mio. EUR. Noch im selben Geschäftsjahr erwirtschaftet MAGIX bei einem Umsatzwachstum um 30% und einem Rekordumsatz von 35,8 Mio. EUR einen Konzernjahresüberschuss von 5,1 Mio. EUR.
Gleichzeitig überschreitet die Mitarbeiterzahl die 300er Marke, und MAGIX zählt mehr als 4,5 Mio. registrierte Nutzer.
Das Jahr 2007 steht ganz im Zeichen der Übernahme und Integration der englischen Xara Group Limited, die mit ihren Produkten schon seit den 80er Jahren erfolgreich ist. Durch die Übernahme ergeben sich Synergien durch komplementäre Produkte und Kundenstämme. Der Gründer von Xara, Charles Moir, und Jürgen Jaron sind sich von Anfang an einig: „Vom Zusammenschluss zwischen MAGIX und Xara werden nicht nur die beiden Unternehmen, sondern auch ihre Kunden profitieren.“

Während Xara etwa 1,2 Mio. registrierte Nutzern vor allem aus dem angelsächsischen Raum einbringt, ist MAGIX bis dato eher in Kontinentaleuropa stark. Die Software von Xara basiert wie die von MAGIX auf denselben Prinzipien, wie z. B. der Objektorientierung und der Nondestruktivität. Dadurch lassen sich die Technologien beider Unternehmen leicht kombinieren. Die Fotosoftware von MAGIX wird beispielsweise daraufhin durch die Xara-Technologie über die rein pixelbasierte Bildbearbeitung hinaus um Vektorgrafik, Illustration und Webdesign ergänzt.

Ebenfalls im Jahr 2007 gründet MAGIX die Catooh Corporation, eine in Las Vegas, Nevada, USA, ansässige Tochtergesellschaft, die forthin einen neu eingeführten Onlinedienst – den Online-Medienmarktplatz – bereitstellt. Dazu sichert sich MAGIX noch im selben Jahr die restlichen Anteile an der m2any GmbH, die seitdem unter mufin GmbH firmiert und ihren neuen Hauptsitz in Berlin bekommt. Zum Jahresende zählt MAGIX mehr als 6,8 Mio. registrierte Kunden.
Nachdem 2008 in Markham, Ontario, Kanada eine neue Niederlassung von MAGIX eröffnet worden ist, die den Vertrieb in Nordamerika unterstützt, wird 2009 mit der MAGIX Online Services GmbH eine weitere Konzerntochter mit Sitz in Berlin gegründet. Sie bündelt die wesentlichen Onlinedienste von MAGIX und soll deren Schlagkraft und Ergebnistransparenz erhöhen.
„Zusammen mit den anderen neuen Gesellschaften – der Xara Group Ltd., der mufin GmbH sowie der Catooh Corp. – bildet die MAGIX Online Services GmbH eine wichtige Säule im Venture-Segment, das unserem etablierten und hochprofitablen Kerngeschäft mit Audio-, Foto- und Videoprodukten gegenüberseht. Bei allen Risiken und Startproblemen, die Ventures nun mal mit sich bringen, wird immer mehr klar, dass sich unsere Geduld auszahlen wird, weil die Zeit speziell im Venture-Segment für uns spielt“, so der für Forschung und Entwicklung zuständige Vorstand Tilman Herberger.
Gegenwärtig ist bei MAGIX von etwa 300 Mitarbeitern mehr als die Hälfte in der Forschung und Entwicklung tätig und damit für die fortwährende Verbesserung der etwa 60 Produkte, die allein in Deutschland erhältlich sind, verantwortlich. MAGIX-Software wird in über 15 Sprachen übersetzt. Mehr als 1000 Auszeichnungen weltweit sprechen eine klare Sprache für die Innovationsfreude bei MAGIX. Deshalb feiert MAGIX mit seinen Kunden
15 Jahre Marktpräsenz – 15 Jahre Innovation mit Leidenschaft


