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Was ist Typografie?

"Gute Typographie ist so, wie ein guter Diener gewesen sein mag: da und doch nicht bemerkbar; unauffällig, aber eine Voraussetzung des Wohlbefindens, lautlos, geschmeidig." Jan Tschichold

Typografie im Web

Bei der Typografie geht es darum, Schriftzeichen funktional sowie auch ästhetisch zu gestalten. Textbereiche und Informationen sollen gekonnt hervorgehoben und inhaltliche Strukturen sichtbarer gemacht werden. Alles in allem soll sie bei dem Betrachter einen emotionalen Eindruck erzeugen und Aussagen eines Textes visuell unterstützen.

Es ist erstaunlich, welchen Einfluss man auf seine Leser nehmen kann, indem man zusätzlich Schriftart, -größe sowie Textlänge auf seiner Webseite berücksichtigt.

Serif oder Sans Serif -
was für Schrifttypen gibt es?

Was für Schrifttypen gibt es?

Bevor man anfängt einen Text für eine Webseite zu verfassen, sollte man sich zunächst überlegen, welche Schriftart man verwenden möchte. Hierbei unterscheiden wir vier große Bereiche: Serif-Schrift, Sans Serif-Schrift, Script-Schrift und Dekorative Schrift.

Nicht jede dieser Schriftarten ist für einen Fließtext geeignet und auch nicht jede ist auf jedem PC problemlos zu lesen.

Hier also eine Übersicht zu den unterschiedlichen Schriftfamilien.

Serifen-Schrift:

Serifen sind kleine Querstriche am Ende eines Buchstabens oder eines Symbols. Sie eignen sich hervorragend für Mengentexte. Sie wirken wie Hilfslinien und lassen die Buchstaben besser ineinander gleiten. Unser Hirn kann dadurch diese Buchstaben leichter wahrnehmen. Somit lässt sich diese Schriftart für uns am angenehmsten lesen und hilft uns Textinhalte problemlos zu erfassen.

Allerdings eignen sich Serifen eher für Printmedien. Durch die unterschiedliche Auflösung auf unseren Computern sind diese nicht immer optimal zu erkennen, was sich auch leider auf deren Lesbarkeit auswirkt. Sie wirkt sehr traditionell, autoritär und vermittelt Zuverlässigkeit, wodurch sie besonders gerne für Romane oder Zeitungen verwendet wird. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Schriftart Times New Roman.

Sans Serif-Schrift:

Die Sans Serif-Schrift (auch: Serifenlose Schrift) besitzt keine Querstriche an den Buchstabenenden und ist klarer. Sie eignet sich auch für Lauftexte, lässt sich allerdings nicht so angenehm lesen wie die Serifen-Schrift. Dafür kann man die Serifenlose Schrift hervorragend im digitalen Bereich einsetzen. Sie lässt sich unabhängig von den unterschiedlichen PC-Auflösungen optimal lesen und ist daher auch für besonders kleine Schriften geeignet.

Da durch die fehlenden Schnörkel jeder einzelne Buchstabe sehr gut zu erfassen ist, unterstützt diese Schrift das Lernen und die Wahrnehmung von Kindern beim Lesen besonders gut. Diese Schriftart wirkt universeller, moderner und liegt gerade im Werbebereich wieder voll im Trend. Eines der bekanntesten Beispiele hierfür ist die Schriftart Arial.

Script-Schrift:

Die Script-Schrift zeichnet sich durch ihre Verspieltheit aus. Durch die oftmals geschwungenen Buchstaben wirkt sie immer etwas kursiv und ähnelt der Handschrift. Sie wird gerne für Einladungen verwendet. Als Hauptschrift ist sie aber eher ungeeignet, da sie auf Dauer das Lesen eher erschwert. Möchte man aber einen besonders filigranen Blickfang haben, sollte man diese als Überschrift einsetzen.

Aus der Script-Schrift entstammt auch der neue Trend des Handwritings. Die Buchstaben ähneln noch mehr dem Handgeschriebenen, sind weniger filigran und korrekt ausgeführt, aber dafür sehr modern. Im Web werden sie immer beliebter und werden für Bildbeschriftungen oder Überschriften verwendet. Gerade in der Bloggerszene erfreut sich dieser Schrifttyp an hoher Beliebtheit.

Dekorative Schrift:

Der Name sagt hierbei schon alles. Wer diese Schrift als Header oder Tagline verwendet, setzt klare Akzente. Da diese Schriftarten durch ihre außergewöhnliche Darstellung ein absoluter Blickfang sind, sollten diese Schriften natürlich nicht in einem Fließtext verwenden werden.

Die passende Schriftart für die eigene Webseite:

Wenn es um die Einbindung von verschiedenen Schriftarten auf die eigene Website geht, eignen sich Webfonts am besten. Bei diesen Web-Schriften handelt es sich um Schriftarten, die für die Darstellung von digitalen Texten auf Webseiten geeignet sind. Das Besondere hierbei ist, dass die Webfonts unabhängig vom verwendeten Betriebssystem und Internetbrowser fast immer gleich dargestellt werden und somit eine optimale Lesbarkeit garantieren. Mithilfe eines Typekit-Dienstes, wie Typekit von Adobe oder typecast von Monotype, lassen sich verschiedene Schriftarten dann unkompliziert auf der eigenen Webseite verwenden.

Programmiert man seine eigene Webseite dann auch noch im sogenannten Responsive Webdesign, sorgt dies dafür, dass die eigene Seite, egal, ob sie mit einem Smartphone, Tablet oder dem klassischen Heimcomputer aufgerufen wird, immer an das entsprechende Gerät angepasst wird.

Hat man sich für eine bestimmte Schriftart entschieden, kann man unter dem Aspekt der Lesemotivation und des Designs überlegen, verschiedene Schrifttypen miteinander zu kombinieren.

Mix it -
Mit Schriftmischung Akzente setzen

Mit Schriftmischung Akzente setzen

Auch das gezielte Mischen von Schriftarten hat einen großen Einfluss auf die Lesemotivation und das Verständnis. Denn dadurch ermöglicht man ein schnelles Querlesen des Textinhaltes und auch das schnellere Auffinden von Textpassagen. Sie ist also ein wichtiger Parameter, um komplexe Inhalte klar, schnell und erfolgreich zu vermitteln. Die Schriftmischung kann einen Text systematisch visualisieren und die Ausdrucksmöglichkeiten erweitern. Dies geschieht, indem die Textpassagen durch unterschiedliche Verwendung von Schriftgattungen oder -varianten gegliedert oder hervorgehoben werden. Natürlich geht es bei der Schriftmischung auch um die Ästhetik eines Textes, indem man diesen durch den Austausch einzelner Buchstaben, Figuren, Sonderzeichen oder Ziffern optimiert.

Auch hier gibt es mehrere Segmente der Schriftmischung:

Integrale Schriftmischung

Hier wird konsequent in Textflächen unterteilt. Das betrifft z.B. Headlines, Einleitungstexte, Bildunterschriften oder Fußnoten. Jeder dieser Bereiche kann dann in einer anderen Schriftart/-gattung oder auch in einem anderen Stil formatiert werden.

Selektive Schriftmischung

Bei der Selektiven Schriftmischung bezieht sich die Kombination zwischen den unterschiedlichen Schriftarten, -gattungen oder -varianten nur auf eine Textpassage, eine Zeile oder ein Wort. Man unterscheidet hier zwischen harmonischer und disharmonischer Selektiver Schriftmischung, wobei Erstere kaum vom Leser wahrgenommen werden soll.

Kommen innerhalb eines fortlaufenden Satzes Schriftmischungen vor, so bezeichnet man dieses als Auszeichnung. Mischt man Stilvarianten der gleichen Schriftfamilie, z.B. in kursiv, so verwendet man eine "Leise Auszeichnung". Sie fügt sich sehr harmonisch in das Schriftbild ein und wird vom Leser erst in der aktuellen Zeile wahrgenommen. Gegenteilig verhält sich die "Laute Auszeichnung". Sie springt dem Leser bereits ins Auge, bevor er überhaupt angefangen hat, die Textpassage zu lesen. Dies geschieht eher mit fetteren Schriftstilen innerhalb einer Schriftfamilie oder mit anderen Schriftarten.

Länge, Größe, Abstand -
3 Faktoren, die man nicht unterschätzen sollte

Länge, Größe, Abstand
Die optimale Satzlänge

Grundsätzlich sollten Sätze so kurz wie möglich gehalten werden. Je länger nämlich ein Satz ist, desto größer ist die Gefahr, dass man während des Lesens abschweift. Das wiederum mindert die schnelle und verständliche Aufnahme des Textinhaltes. Eine optimale Textlänge liegt dementsprechend bei ca. 50 bis 75 Zeichen. Natürlich ist es nicht immer möglich, dieses umzusetzen, man sollte aber zumindest darauf achten.

Groß oder klein

Die Verwendung von einer zu kleinen Schrift ist das größte Problem im digitalen Bereich. Natürlich kann man dies dank des Seitenzooms beheben. Verwendet man aber von Anfang an eine angemessene Schriftgröße oder programmiert seine Webseite im Responsive Webdesign und mit den passenden Webfonts, kommt man den meisten Nutzern ein gutes Stück entgegen. Und schließlich wollen wir  ja, dass sich der User beim Lesen und Besuchen unserer Webseite wohlfühlt und möglichst oft wiederkommt. Eine Studie hat sogar erwiesen, dass eine größere Schrift eine stärkere emotionale Reaktion zur Folge hat.

Bitte Abstand halten

Auch die Abstände zwischen den Sätzen, ja sogar zwischen den Buchstaben, beeinflussen das flüssige Lesen des Textinhaltes. Setzt man also gekonnt einen Freiraum zwischen die Zeilen oder experimentiert mit den Laufweiten, sind selbst umfangreiche Textblöcke viel leichter für den User zu erfassen.

Fazit

Beim Erstellen einer Webseite spielt die Typografie eine wichtige Rolle für die User-Experience. Bereits die erste Auswahl des Schrifttyps beeinflusst die Lesbarkeit und die Wahrnehmung der Webseite. Wer also ein wenig mehr Zeit in die Auswahl seiner Schriftart, die Optimierung der Textlänge, der Abstände und der Buchstabengröße investiert, sorgt nicht nur für einen individuelleren Auftritt, sondern auch für eine höhere Zufriedenheit beim Besucher der Webseite.


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