Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Während des Berichtszeitraums entwickelte sich die Weltwirtschaft insgesamt positiv. Trotz steigender Öl und Energiepreise war in der Eurozone sowie in den Schwellenländern ein deutliches Wirtschaftswachstum zu verzeichnen. Lediglich das Übergreifen der Immobilienkrise in den USA auf europäische Bankhäuser sorgte Mitte des Jahres 2007 für Turbulenzen an den Börsen.

In Deutschland heizte die Ankündigung der Mehrwertsteuererhöhung zum Anfang des Jahres 2007 das Weihnachtsgeschäft 2006 an und sorgte für zusätzliche Umsätze insbesondere bei hochpreisigen Waren. Im zweiten Quartal flachte das allgemeine Konsumverhalten nach der erwähnten Steuererhöhung wie erwartet ab. Ein Abbremsen des wirtschaftlichen Aufschwungs, wie zunächst verschiedentlich befürchtet, konnte jedoch nicht beobachtet werden. Stattdessen setzte sich das Wirtschaftswachstum weiter fort. Die Zahl der Arbeitslosen sank bis September 2007 auf 3,5 Mio. und erreichte damit den niedrigsten Stand seit fast zwölf Jahren.

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Branchenentwicklung

Während die Gesamtwirtschaft also positiven Einflüssen unterlag, stand die Geschäftsentwicklung im Bereich der Foto-, Video- und Musiksoftware unter anderen Vorzeichen. Einerseits führte die Einführung des neuen Betriebssystems Microsoft Vista weltweit zu Irritationen bei der Neuanschaffung von Softwareprodukten. Zum anderen wurde insbesondere im angelsächsischen Raum der Markt für Unterhaltungselektronik neu geordnet.

Das neue Microsoft Betriebssystem ist erstmals nicht abwärts kompatibel, was bedeutet, dass die Kunden einen Teil ihrer bisher verwendeten Software nicht weiter nutzen können. Dies führte zu einem gebremsten Kaufverhalten der Endverbraucher im Vorfeld der Einführung von Windows Vista. Die Kunden wollten vor dem Kauf neuer Software zunächst die Entwicklungen in diesem Bereich abwarten. Die immer neuen Verschiebungen der Veröffentlichung hatten zur Folge, dass den Software-Herstellern erst Ende Januar eine finale Version des neuen Betriebssystems zur Anpassung der eigenen Programme zur Verfügung stand. Damit konnten die Hersteller auch erst Anfang 2007 Vista-kompatible Versionen ihrer eigenen Produkte auf den Markt bringen. Zu diesem Zeitpunkt war das Weihnachtsgeschäft jedoch bereits beendet, so dass hier für die gesamte Softwarebranche erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen waren.

Im angelsächsischen Raum vollzog sich im Einzelhandel außerdem ein tiefgreifender Wandel auf dem Markt für Unterhaltungselektronik. So schlossen Ketten wie BestBuy oder CompUSA in den Vereinigten Staaten viele ihrer Ladenlokale und auch in Großbritannien wurden die Regalflächen für Software reduziert.

In Deutschland sorgte die Erhöhung der Mehrwertsteuer für zusätzliche Kaufzurückhaltung bei Multimediaprodukten im niederen Preissegment. So wurden vor dem Jahreswechsel höherpreisige Konsumgüter bevorzugt, was ebenfalls das Weihnachtsgeschäft belastete. Im ersten Halbjahr des Jahres 2007 hielten sich die Konsumenten dann wegen der allgemein gestiegenen Preise deutschlandweit zurück. Erst in der zweiten Jahreshälfte konnte der deutsche Einzelhandel wieder ein Ansteigen der Softwareverkäufe im Bereich Foto, Video und Musik verzeichnen.

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