Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel in der Konzernbilanz enthalten Bankguthaben, Kassenbestände und Sichteinlagen mit einer Laufzeit von weniger als 3 Monaten. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2006/2007 die Bilanzierung hinsichtlich der Zuordnung Zahlungsmitteläquivalente geändert. Zum 30. September 2006 wurden innerhalb der Zahlungsmitteläquivalente insbesondere auch Festgeldguthaben mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten gezeigt, da die Gesellschaft durch den Börsengang im Geschäftsjahr 2005/2006 erhebliche Liquiditätszuflüsse verzeichnete, die durch diesen Ausweis als noch nicht im Rahmen von Investitions- oder Finanzierungstätigkeit verwendet klassifiziert wurden. Durch weitere Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr 2006/2007 sowie eine angepasste Anlagestrategie der MAGIX Gruppe kann ein Beibehalten der Klassifizierung der Zahlungsmitteläquivalente nicht mehr begründet werden. Entsprechend wurden die Festgelder in die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umgegliedert.
Unter Anwendung der Klassifizierungsgrundsätze, die zum 30. September 2007 angewandt wurden, hätte der Bestand der Zahlungsmittel zum 30. September 2006 TEUR 12.583 betragen. Gleichzeitig wären sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 22.512 auf der Aktivseite ausgewiesen worden.
In der Konzernkapitalflussrechnung wurde die Änderung der Abgrenzungsgrundsätze für den Zahlungsmittelfonds gegenüber dem Vorjahr als Erwerb von sonstigen finanziellen Vermögenswerten im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit im laufenden Geschäftsjahr ausgewiesen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in der Regel eine Laufzeit von 30-90 Tagen haben, werden mit dem ursprünglichen Rechnungsbetrag abzüglich einer Wertberichtigung für uneinbringliche Forderungen angesetzt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, wenn ein objektiver substanzieller Hinweis vorliegt, dass die MAGIX-Gruppe nicht in der Lage sein wird, die Forderungen einzuziehen. Forderungen werden ausgebucht, sobald sie uneinbringlich sind.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Kosten, die angefallen sind, um Vorräte an ihren derzeitigen Ort zu bringen und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen, wurden - mit Ausnahme von Finanzierungskosten – auf Basis des Durchschnittskostenverfahrens erfasst (Kaufpreis für kommissionierte und unkommissionierte fertige Erzeugnisse und Rohstoffe). Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Eigene Anteile
Erwirbt die MAGIX-Gruppe eigene Anteile, so werden diese mit ihren Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, Verkauf, die Ausgabe oder Einziehung von eigenen Anteilen wird zu Gunsten/zu Lasten des Eigenkapitals erfasst. Die eigenen Anteile werden in einer eigenständigen Position im Eigenkapital ausgewiesen.
Rückstellungen
Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn die MAGIX-Gruppe eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen zu einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der gegebenenfalls die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten / Zinstragende Darlehen und sonstige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten, die in der Konzernbilanz der MAGIX-Gruppe enthalten sind, bestehen im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen und sonstigen Verbindlichkeiten. Bei der erstmaligen Erfassung von Darlehen werden diese mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung nach Abzug der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden, sowie im Rahmen von Amortisationen. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verbindlichkeit beglichen wurde, entfallen ist oder verfallen ist.
Leasingverhältnisse
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die MAGIX-Gruppe übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden aktivierte Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer vollständig abgeschrieben.
Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Im Konzernabschluss der MAGIX-Gruppe werden keine Finanzierungsleasingverhältnisse erfasst.


