Geschäftsbereich Portal

Unter dem Geschäftsbereich Portal werden bei MAGIX zwei Umsatzströme zusammengefasst. Zum einen werden hier die Erlöse mit den oben genannten Online Diensten und dem Direktgeschäft über den Online Shop mit den registrierten Kunden verbucht. Zum anderen fallen auch die Umsätze mit den Geschäftskunden von MAGIX in diesen Bereich.

Im Geschäftsjahr 2006/2007 erwirtschaftete der Konzern im Bereich Portal Erlöse in Höhe von 9,9 Mio. EUR (2005/2006: 8,1 Mio. EUR), was einem Anteil von 30,2% am Gesamtumsatz entspricht (2005/2006: 22,5%).

MAGIX Online Shop/Direktgeschäft mit registrierten Kunden
Unter www.magix.com und weiteren konzerneigenen Webseiten können die Endkunden die komplette Bandbreite der Produkte von MAGIX direkt über das Internet beziehen. Um neue Kunden an gebührenpflichtige Produkte und Dienstleistungen heranzuführen, werden hier außerdem kostenlos Software und Internetdienste zur Verfügung gestellt.

Weiterhin kommuniziert MAGIX mit den registrierten Kunden direkt per Email und bietet ihnen Produkte an. Über die daraus resultierenden Direktverkäufe erzielt das Unternehmen wiederkehrende Einnahmen. Bis zum 30. September 2007 waren bei MAGIX 7 Mio. Nutzer registriert. Insgesamt haben diese Kunden im Geschäftsjahr 2006/2007 318.232 Produkte zu einem Durchschnittspreis von EUR 28,63 netto erworben. Dies entspricht einem Umsatz von EUR 1,42 pro registriertem Nutzer.

Geschäftskunden
Der Geschäftsbereich Portal umfasst außerdem auch die Dienstleistungen, die von der Gesellschaft für deren Geschäftskunden erbracht werden.

Dabei kombiniert sie nach den Wünschen des Geschäftspartners ihre PC-Produkte mit Internetdiensten der MAGIX-Gruppe, so dass dieser binnen kürzester Frist eine umfassende Multimedialösung in sein eigenes Internetportal integrieren kann. Die Produkte von MAGIX werden dabei an die Vorstellungen des Kunden hinsichtlich der Funktionalität und Gestaltung angepasst. So hat der Konzern bspw. für die freenet.de AG den kompletten Foto-Service gestaltet.

Bei Bedarf kann das Unternehmen für seine Geschäftskunden auch die Speicherung digitaler Inhalte, das sog. Hosting, übernehmen.

Für die dargestellten Leistungen rechnet MAGIX wie ein Systemhaus ab. Umsätze werden aus der Anpassung der Produkte sowie durch die Lizenzgebühren für die Nutzung der einzelnen Anwendungen generiert. Sofern der Geschäftskunde über den von MAGIX bereitgestellten Internetdienst Einnahmen erzielt, werden diese nach einem vorab vereinbarten Schlüssel zwischen den Beteiligten aufgeteilt. Werden zusätzlich auch Produkte von MAGIX verkauft, findet ebenfalls eine Aufteilung der Erlöse statt. Diese Umsätze werden jedoch dem Geschäftsbereich OEM zugeordnet.

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Geschäftsbereich OEM

Die Abkürzung OEM steht für „Original Equipment Manufacturer“ (Hersteller eines Originalsystems). Sie hat sich in den letzten Jahren besonders in der Computerbranche als Schlagwort für den gemeinsamen Vertrieb von Hardware mit zumeist eingeschränkt nutzbarer Software durchgesetzt. Die für den OEM-Vertrieb in ihrer Funktionalität reduzierten Produkte werden im Gegensatz zu den so genannten Vollversionen als OEM-Versionen bezeichnet.

Der MAGIX-Konzern lizenziert seine Produkte an OEM-Partner, die digitale Endgeräte wie PCs, Laptops, Fotohandys, Foto- und Videokameras oder MP3-Player herstellen. Über die mitgelieferte MAGIX-Software und die damit verbundenen Internetdienste sind die OEM-Partner in der Lage, ihren Endkunden neben der Hardware einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten und sich so stärker von der Konkurrenz abzugrenzen.

Für die Bereitstellung der OEM-Versionen erhält MAGIX von den Geschäftspartnern zumeist feste Lizenzgebühren, die jedoch deutlich unter den Gebühren für die Vollversionen liegen. Aufgrund der engen Margen der Hardware-Hersteller ist MAGIX außerdem dazu übergegangen, Lizenzgebühren nur für die Produkte zu verlangen, die vom Endkunden auch tatsächlich genutzt werden. Hierfür muss der Nutzer das Programm vor der ersten Anwendung zunächst aktivieren. Erwirbt der Nutzer später kostenpflichtig die zu der OEM-Version gehörende Vollversion („Upgrade-Verkäufe“) des Produkts, werden diese Einnahmen zwischen dem OEM-Partner und MAGIX aufgeteilt, wobei die Unterschiede der oben dargestellten Lizenzgebührenmodelle besondere Berücksichtigung finden.

Im Geschäftsbereich OEM erwirtschaftete die MAGIX-Gruppe während des Berichtszeitraums Umsätze in Höhe von 1,5 Mio. EUR (2005/2006: 1,8 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 4,6% (2005/2006: 5,2%).

Trotz des verhältnismäßig geringen Beitrags zu den Gesamterlösen der MAGIX-Gruppe stellt der OEM-Vertrieb einen äußerst wichtigen Bestandteil der Produktstrategie des Unternehmens dar. Über die Verbindung mit der Hardware der Geschäftspartner kann der Konzern auch die Nutzer direkt erreichen, die sich nicht gezielt im Internet oder in Fachmärkten über Multimediaprodukte informieren. Der OEM-Vertrieb trägt somit wesentlich zur Verbreiterung der Kundenbasis bei.

Wünscht der OEM-Partner eine gestalterische oder funktionale Veränderung der Produkte, so werden die mit diesen Anpassungsleistungen generierten Erlöse allerdings dem Bereich Portal zugerechnet. Gleiches gilt für Gebühren die bei eventuellen Hosting-Dienstleistungen erhoben werden.

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Geschäftsbereich Professional & Consumer

Unter dem Bereich Professional & Consumer wird der Verkauf der klassischen PC-Produkte im Einzelhandel zusammen gefasst. National wie international ist MAGIX hier bei den umsatzstärksten Handelsketten wie bspw. Saturn/Media Markt, Amazon, Dixons, Fnac oder BestBuy gelistet. Darüber hinaus erschließt das Unternehmen mit alternativen Vertriebskanälen, wie dem Fachhandel und Supermarktketten, neue Verbreitungsmöglichkeiten.

Im Audiosegment bietet MAGIX darüber hinaus auch Produkte für professionelle Nutzer an. Samplitude und Sequoia werden insbesondere von Fernseh- und Rundfunkanstalten, wie bspw. dem Westdeutschen Rundfunk, dem Mitteldeutschen Rundfunk, dem Bayrischen Rundfunk, Radio Bremen und der BBC, genutzt. Durch die Übernahme der britischen Xara Group Ltd. kann der Konzern mit Xara Xtreme Pro nun auch ein Programm zur Bildbearbeitung im professionellen Bereich anbieten. Darüber hinaus wurde mit Video deluxe Audio & Effects Edition auch für den Videobereich ein Produkt für professionelle Anwender entwickelt. Die genannten Programme werden seit September 2007 über den Fachhandel vertrieben.

Mit dem Geschäftsbereich Professional & Consumer wurden im Fiskaljahr 2006/2007 21,3 Mio. EUR Umsatz erzielt (2005/2006: 25,9 Mio. EUR), was einem Anteil von 65,2% am gesamten Konzernerlös entspricht. Im Vorjahr hatte der Bereich 72,3% zum Umsatz beigetragen. Der Rückgang resultiert einerseits aus der angespannten Situation im Einzelhandel während des Berichtszeitraums. Andererseits trug aber auch das kontinuierliche Wachstum im Portalgeschäft zu der Verschiebung bei.

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