Mit dem Videoschnitt aus dem Quellmaterial
einen Film anfertigen.

Unter dem Begriff Videoschnitt versteht man den Prozess, bei dem das Quellmaterial einer Kamera mittels eines Videoschnittprogramms aneinandergereiht wird. Hierbei wird das zuvor aufgenommene Rohmaterial in das Schnittprogramm importiert und als Kopie abgelegt. Die Art und Weise der Aneinanderreihung des Filmmaterials erfolgt vorrangig nach dramaturgischen und inhaltlichen Kriterien und wird folglich Sequenz genannt.

Linearer Videoschnitt

Bei dem linearen Videoschnitt handelt es sich um eine Art der Videobearbeitung, die mithilfe einer Schnittsteuerung (im Englischen „Editor“ genannt) durchgeführt wird. Dabei wird das Videosignal von einer Quelle - häufig von einer Magnetaufzeichnung (MAZ) - zu einem Ziel kopiert. Die MAZ ist eine elektronische analoge oder digitale Aufzeichnung von audiovisuellen Inhalten auf magnetische Medien, wie z.B. dem Magnetband. Die Schnittsteuerung koordiniert an einem Maschinenschnittplatz das Zusammenspiel mehrerer Zuspieler und Recorder und findet ihre Verwendung z.B. bei Fernsehproduktionen.

Es wird zwischen "Insert-Schnitt" und "Assemble-Schnitt" unterschieden. Bei Letzterem können Bild und Ton nicht unabhängig voneinander bearbeitet werden. Der "Assemble-Schnitt" stellt daher eine besondere Herausforderung dar. Der nichtlineare Videoschnitt birgt darüber hinaus weitere Nachteile: Vor der Einführung der digitalen Formate traten immer Generationsverluste (Qualitätsverschlechterung von Kopier-Generation zu Generation) auf. Außerdem können bei dem linearen Schnittverfahren nur Szenen bzw. Abschnitte ausgetauscht werden, die über die gleiche Länge verfügen, da diese ansonsten überschrieben werden. Aus diesem Grund gilt der lineare Videoschnitt heute oftmals als veraltet.

Nichtlinearer Videoschnitt

Der nichtlineare Videoschnitt (im Englischen "non-linear editing" bzw. "NLE") wird auf Computern mithilfe eines Videoschnittprogramms und Hardware (z.B. Schnitttastatur) durchgeführt. Die Signale werden hier zuerst auf die Festplatte gespeichert und gegebenenfalls werden analoge Daten digitalisiert. Dadurch können Sequenzen eingefügt werden, ohne etwas zu überschreiben. Die Methode lässt sich somit am besten mit einem Textverarbeitungsprogramm vergleichen. Erst mit der Einführung dieses Verfahrens in den frühen 1990er Jahren wurde auch der Begriff des "linearen Videoschnitts" zur Unterscheidung eingeführt und geprägt.

Bei dem nichtlinearen Videoschnitt wird zwischen "Online-Editing" und "Offline-Editing" differenziert. Bei dem Ersteren wird das Quellmaterial in bestmöglicher Qualität digitalisiert und anschließend auf das Master geschnitten. Das Master ist das "Hauptband", welches kopiert und vervielfältig werden kann. Da das "Offline-Editing" mit verringerter Qualität digitalisiert wird, ermöglicht dies, das gesamte Projekt auf einmal zu bearbeiten. Dies erlaubt die getrennte Bearbeitung von Bild und Ton und ist z.B. für Spielfilmproduktionen sehr von Vorteil.

Effekte im Videoschnitt und Export

Im weiteren Sinn wird unter dem Videoschnitt auch die Bearbeitung der Sequenzen anhand von visuellen Effekten verstanden. Dies wird im Fachbereich auch "Nachbearbeitung" des Ausgangsmaterials genannt.

So können sowohl die Übergänge der aneinandergereihten Filmschnipsel als auch diese selbst kreativ gestaltet werden, zum Beispiel durch die Veränderung der Farbgebung ("Color Grading") oder das Hinzufügen von Spezial-Effekten auf einen oder mehrere Abschnitte (hier wird meistens ein zusätzliches Programm benötigt).

Das übergeordnete Ziel ist es, ein kohärentes und ästhetisches Endprodukt anzufertigen, welches entweder den Geschmack einer breiten Masse oder eines speziellen Publikums anspricht.

Es kann in diverse Formate exportiert werden

Mithilfe des Videoschnittprogramms können die fertigen Sequenzen nach dem Bearbeitungsprozess anhand eines Codecs ausgespielt und verbreitet werden (z.B. auf YouTube, Vimeo).

Es kann in diverse Formate exportiert werden, sodass verschiedene Plattformen (die ihre eigenen Anforderungen mitbringen) bedient und das Video in höchstmöglicher Qualität abgespielt werden kann. YouTube hat beispielsweise andere Anforderungen an das exportierte Material als eine Produktion, die im Fernsehen oder Kino läuft.

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