Gewusst, wie:
Videos professionell schneiden

In großen Filmproduktionen sind Schnitte für den Zuschauer kaum wahrnehmbar. Sie werden situationsgerecht eingesetzt und erfüllen oft nicht nur den Zweck eines Bildwechsels, sondern suggerieren auch zeitliche oder räumliche Veränderungen der Handlung.

€ 104 sparen
MAGIX Video deluxe Plus
Statt € 174,98 € 69,99

MAGIX Video deluxe Plus

Videos einfach schneiden?
Roh- und Feinschnitt unterscheiden!

Um Ihr erstelltes Video optimal zu schneiden, erklären wir Ihnen im Folgenden die Grundlagen des Videoschnittes.

Als Rohschnitt wird die erste Sichtung und Anordnung des gedrehten Filmmaterials bezeichnet. Dabei sollten Sie sich über folgende Fragen Gedanken machen:

  • Was für Material liegt vor und entspricht dieses Ihren Vorstellungen?
  • Können die einzelnen Szenen Ihren Plänen entsprechend geschnitten werden oder müssen Sie Ihr Konzept nochmals anpassen?

Der Rohschnitt darf gern überschüssige Videodateien beinhalten, welche im Feinschliff gekürzt werden. Fangen Sie mit mehr Szenen als nötig an, um später einen größeren Spielraum in der Feinarbeit zu haben.

Steht das Grundgerüst der Geschichte und die Reihenfolge der Szenen, geht es mit dem Feinschnitt weiter. Jeder Übergang sollte genau gewählt und angepasst werden, sodass die Handlung für den Zuschauer logisch und nachvollziehbar bleibt. Ein Filmeditor stellt sich dabei der Herausforderung, die Schnitte so zu setzen, dass die Szenenwechsel nicht nur inhaltlich Sinn ergeben, sondern auch so unauffällig wie möglich sind.

Montagerhythmus: Timing & Pacing

Montagerhythmus: Timing & Pacing

Jeder Film hat seinen eigenen Rhythmus, welcher sich aus dem Zusammenspiel von bewegten Bildern und Musik ergibt. Die zwei wichtigsten Komponenten dafür nennen sich Timing und Pacing.

Zur Verständlichkeit: Eine Einstellung beschreibt eine Aufnahme, die ohne Unterbrechung gefilmt wurde. Mehrere Einstellungen ergeben eine Szene (oder auch eine Sequenz) und aus diesen setzt sich dann der gesamte Film zusammen. Das Timing bezieht sich auf das Zeitfenster einer einzelnen Einstellung. Es geht also um den Zeitpunkt des Ausstiegs aus einer Einstellung und den Zeitpunkt des Einstiegs in die nächste, woraus sich die Dauer ergibt.

Das Pacing hingegen beschreibt die Abfolge der Impulse von Bild und Ton innerhalb einer Einstellung. Es bestimmt das Tempo, welches wiederum die Aussage und die Stimmung des Films beeinflusst. In actionreichen Szenen ist das Pacing schnell, romantische oder dramatische Szenen sind dagegen durch ein langsames Tempo geprägt.

Schnittarten:
Den richtigen Übergang wählen

Schnittarten: Den richtigen Übergang wählen

Schnitte definieren die Verbindungsstelle zweier Einstellungen in Filmen. Im professionellen Bereich sind Übergänge in der Regel so gewählt, dass sie für den Zuschauer kaum sichtbar sind. Dafür ist detaillierte Arbeit wichtig, denn der Schnitt muss im perfekten Moment gesetzt werden.

Harte Schnitte sind die am häufigsten verwendeten Szenenübergänge im Videoschnitt. Es erfolgt ein direkter Wechsel von einer Aufnahme zur nächsten. Obwohl keine Blende verwendet wird, kann der Übergang so gestaltet werden, dass er nicht bewusst wahrgenommen wird. Tonüberlappungen oder gleichartige Bewegungsabläufe lassen den Szenenwechsel weich erscheinen.

Das Gegenstück zum harten Schnitt ist die Überblendung. Hier wird das alte Bild langsam aus-, während das neue Bild gleichzeitig eingeblendet wird. Es entsteht ein fließender Übergang, der gut geeignet ist, um zeitlich oder räumlich weit voneinander entfernte Szenen darzustellen.

Eine weitere Schnitt-Methode ist der Match Cut. Bei dieser Variante wird in eine Bewegung hineingeschnitten, welche dann in der darauffolgenden Einstellung durch eine andere Person oder ein anderes Objekt fortgesetzt wird. Der Match Cut eignet sich gut, um einen scheinbaren Zusammenhang zwischen zwei zeitlich oder räumlich voneinander getrennten Handlungen herzustellen. Diese Methode funktioniert auch mit Geräuschen.

Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl anderer Schnittarten. Da sich in der Praxis jedoch der harte Schnitt bewährt hat, gilt auch hier: Weniger ist mehr.

Achtung: Anschlussfehler

Achtung: Anschlussfehler

Beim Filmeschneiden sollte sichergestellt sein, dass zwei Einstellungen stimmig ineinander übergehen und dass alle Details zusammenpassen. Ist dies nicht der Fall, spricht man von Anschlussfehlern. Ein solcher Fehler, der recht typisch ist, ist beispielsweise ein Sprung in der Uhrzeit. Wenn eine Einstellung häufiger wiederholt werden muss und zwei zeitlich nicht direkt hintereinander gedrehte Einstellungen verwendet werden, kann es zu einem Sprung auf der im Bild befindlichen Uhr kommen.

Anschlussfehler können auch entstehen, wenn Szenen aus organisatorischen Gründen nicht in der richtigen Reihenfolge gedreht werden. Doch dies ist eher bei großen Movieproduktionen der Fall. Dort gibt es sogar oft eine Person, die sich ausschließlich darum kümmert, diese Anschlussfehler zu vermeiden.

Bei kleinen, privaten Projekten reicht es, mit offenen Augen zu drehen und im Hinterkopf zu behalten, dass Anschlussfehler passieren können. So ist das Bewusstsein dafür geschärft und mögliche Unstimmigkeiten fallen schneller auf.

Feinschliff: Filme fertig schneiden

Es sind oft Kleinigkeiten, die einem Video Professionalität verleihen. Zuletzt deshalb noch einige hilfreiche Tipps für ein gelungenes Ergebnis:

  • Trennen Sie Schwenks und Zooms mit einer stehenden Einstellung – keine Kamerabewegungen aneinander schneiden
  • Bei Großaufnahmen aus verschiedenen Kamerawinkeln arbeiten – Beispiel: Gesichter bei Dialogen
  • Einstellungen, die nur wenige Bewegungen beinhalten, sollten kurz sein, Einstellungen mit mehr Action eher länger
  • In der Totalen sind viele Inhalte auf einmal zu sehen – dementsprechend braucht das Auge des Betrachters mehr Zeit, um alles aufzunehmen

Zu viel Theorie macht keinen Spaß, deshalb gilt: ausprobieren! Von Mal zu Mal werden Sie Ihren Blick für Details schulen und die Qualität Ihrer Videos und Filme verbessern. Wenn Sie einfach Videos schneiden wollen, testen Sie das Programm MAGIX Video deluxe Plus – damit schneiden Sie Filme mit Leichtigkeit und auch ein MP4-Converter ist bereits in der Software enthalten. Probieren Sie es selbst!

Um Ihre alten VHS-Kassetten auf DVD zu überspielen und zu bearbeiten, empfehlen wir Ihnen das Programm Retten Sie Ihre Videokassetten! von MAGIX.

Statt € 49,99 € 19,99
In den Warenkorb
€ 69,99
In den Warenkorb