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21 Tipps für die perfekte Reise-Doku
Mit Checkliste

Atemberaubende Reisebilder, die die Magie der Fremde einfangen und Ihre schönsten Erlebnisse zeigen? Gar nicht so einfach. Wir geben Ihnen clevere Tipps für die ideale Reisedokumentation und verraten Ihnen, welche Hardware Sie benötigen, was sich als Motiv eignet, wie Sie das perfekte Foto schießen und was Sie sonst noch bedenken sollten.

So gelingt die Motivwahl

Im Reiseführer schon die Highlights identifiziert und vielleicht per Streetview oder Fotos im Netz die Lichtverhältnisse gecheckt? Kein Muss, aber ratsam für die Fotovorbereitungen. Wer lieber spontan reist: Die besten Lichtverhältnisse herrschen etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang oder eine Stunde vor Sonnenuntergang. Das wärmste Licht lässt jeden Baum durch die Linse wie ein Kunstwerk wirken. Der Vorteil, hält man sich an diese Zeitrahmen: In der Zeit dazwischen muss die Kamera nicht ständig griffbereit sein.

Natürlich warten auch in der Zwischenzeit wunderbare Motive an nahezu jeder Ecke. Hier kommen sieben Tipps zur Motivwahl, die jederzeit gelten:

Tipp 1: Kein Blitzlichtgewitter

Ein gutes Bild ist wertvoller als 200 Schnappschüsse. Vor dem Abdrücken am besten für jedes Foto zwischen fünf und zehn Sekunden Zeit nehmen und Standard-Fragen checken: Ist das Motiv richtig scharf? Ist der Horizont waagerecht oder läuft das Meer zur Seite hin aus? Ist die Bildkomposition gelungen oder liegt im Vordergrund ein Badelatschen, den man gar nicht sehen will? Ist die Sonne als Lichtquelle im Rücken?

Tipp 2: Der goldene Schnitt

Ob eine Alm im Gebirge oder ein TukTuk auf den belebten Straßen Indiens – für spannende Aufnahmen sollte immer die Drittel-Regel gelten. Sie empfiehlt ein Teilungsverhältnis von zwei Drittel zu einem Drittel oder andersherum. Beispiel: Der Horizont trennt das erste Drittel vom zweiten Drittel – oder das TukTuk schmückt zwei Drittel des Bildes und die Straße ein Drittel. Anders als bei gleichmäßig aufgeteilten Bildern wirken diese Proportionen überraschender und eindrucksvoller.

Tipp 3: Ungewöhnliche Perspektiven einnehmen

Das Bild vom Brandenburger Tor oder von den Niagarafällen hat jeder sofort vor Augen. Klar: Postkartenfotos gehören dazu, sehr spannend sind sie aber nicht. Die Kreativität siegt: Unter den Eiffelturm legen und nach oben fotografieren, in die Hocke gehen und das Brandenburger Tor vom Tiergarten aus mit etwas Gras im Vordergrund – natürlich in der Unschärfe – fotografieren. Solche Fotos sorgen für Abwechslung, Überraschung und machen die Fotoshow besonders.

Fotografieren aus ungewöhnlichen Perspektiven: der Eiffelturm von unten

Tipp 4: Mit Maßstab fotografieren

Wollen Sie eine riesige Klippe oder ein kleines Insekt im Regenwald fotografieren, kommt die Größe auf dem Foto meist nicht so gut rüber, wenn man keinen Vergleichswert hat. Um zu zeigen, wie gigantisch die Niagarafälle wirklich sind, braucht es also ein Objekt zum Größenvergleich: etwa ein Boot auf dem Fluss darunter. 

Für jede Motivwahl gilt: Die eigene Sicherheit geht vor. Unbefestigte Flussufer, Mauern und Co. sind nicht zu unterschätzen.

Besondere Motive erfordern besondere Aufmerksamkeit

Ob Personen, Naturschauspiele oder Strandfotos: In der Reisefotografie gelten nicht immer dieselben Regeln. Wir erklären die Unterschiede und zeigen Ihnen, worauf Sie beim jeweiligen Genre achten sollten.

Tipp 5: Porträtfotos – Menschen gekonnt in Szene setzen

Menschen interessieren Menschen. Darum ist es nicht verwunderlich, dass fremde Kulturen begeistern. Um etwas von dieser Magie einzufangen, die das Eintauchen in exotische Länder mit sich bringt, lohnt es sich, die Menschen vor Ort zu fotografieren. Dabei ist jedoch Fingerspitzengefühl gefragt – vor dem Knipsen immer erst fragen. In manchen Ländern ist auch ein Trinkgeld üblich. Dazu am besten vor Ort einen Guide fragen oder im Reiseführer nachlesen.

Wichtig bei Porträtaufnahmen: Auf den Hintergrund achten! Häufig stehen Gebäude, Laternen, Palmen oder ähnliches direkt hinter den abzulichtenden Personen. Sie wirken entweder so, als würden sie aus dem Kopf des Porträtierten ragen, oder als ob sie den Hals durchtrennen. Da hilft der beste Gesichtsausdruck nicht – das Motiv ist verpatzt.

Ein Foto von sich vor dem Eiffelturm? Bitte nicht, wenn man direkt davorsteht. Ein entfernter, etwas erhöhter Platz, bei dem man selbst etwa so groß abgelichtet wird wie die Sehenswürdigkeit, macht deutlich mehr her.

Besonders knifflig: Porträtfotos am Strand. Die richtige Tageszeit und die passende Kameraeinstellung sind hier entscheidend. Der Sand reflektiert die Sonnenstrahlen und sorgt für grelle Lichtbedingungen, besonders in den Mittagsstunden, wenn es senkrecht fällt. Es wirkt hart und zeichnet scharfe Schatten unter Augen und Nase. Blitzlicht zum Aufhellen kann da helfen. Besitzt die Kamera kein Motivprogramm für den Strand, wählen Sie einfach eine sehr kurze Belichtungszeit.

Tipp 6: Landschafts- und Städteaufnahmen

„Vordergrund macht Bild gesund“, lautet eine alte Fotografenweisheit. Also bei Skyline oder Bergen, Meer und Wasserfall gilt: Nicht nur direkt draufhalten! Der Vordergrund, dank offener Blende meist in der Unschärfe, verleiht Ihren Aufnahmen Tiefe – das macht ein Foto oft interessanter.

Tipp 7: Nachtaufnahmen oder Fotos in der Dämmerung

In dunkler Umgebung braucht die Kamera eine lange Belichtungszeit, um nicht nur schwarze Bilder zu schießen. Je länger die Belichtungszeit, desto höher ist allerdings auch die Gefahr, das Motiv zu verwackeln. Daher empfiehlt es sich, für Nachtaufnahmen und auch in der Dämmung immer ein Stativ zu nutzen. Ist kein Stativ zur Hand, kann die Kamera alternativ einfach auf einen festen, ebenen Untergrund wie eine Mauer gestellt und das Nachtfoto per Selbstauslöser aufgenommen werden. Die ISO-Zahl sollte bei mindestens 800 stehen.

 

Teil 2 mit den Tipps 8 bis 14 folgt in Kürze.