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SOUND FORGE Artist Feature: Live Sets Chicago

Live Sets Chicago ist die Idee von Gus "Audio" und Bill "the Datman", um DJ-Mixes aus der Elektroszene von Chicago zu archivieren, zu kontextualisieren und zu fördern. Die Liste der von ihnen geförderten Künstlern umfasst über zwei Jahrzehnte und viele Genres, mit Namen wie Derrick Carter, Mark Farina, Sander Kleinenberg, John Acquaviva und Carl Cox. Natürlich sind wir auf ihre Arbeit aufmerksam geworden und als wir herausfanden, dass sie unsere Software verwenden, haben wir die Chance ergriffen, uns mit ihnen hinzusetzen und mehr über ihre Arbeit zu erfahren.

 

Weshalb habt ihr euch für eure Aufnahmen für SOUND FORGE Pro Mac entschieden? Wodurch unterscheidet sich diese Software von anderen? Gibt es bestimmte Funktionen, die ihr besonders schätzt oder regelmäßig nutzt?

Gus: Ich nutze SOUND FORGE auf dem PC seit Version 5.0 und wusste, dass ich keine große Lernkurve benötigen würde, um es verwenden zu können.
Das Wichtigste für uns ist, dass wir mit keiner Version je ein Problem beim Aufnehmen, Speichern o.ä. hatten. Die Software wurde in vielen Nächten auf die Probe gestellt, ohne Probleme.

Zudem ist es enorm wichtig, dass wir so lange große, mehrkanalige Audiodateien mit 24-96 Auflösung aufnehmen können, wie wir Platz auf der Festplatte haben, da wir 7 bis 8 Stunden Audiodateien auf einmal aufnehmen. Der andere große Vorteil für mich ist die kurze Speicherzeit, wenn ich mit der Aufnahme fertig bin.

Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten sind euch während der Herstellung der Mixes begegnet? Gab es technische Schwierigkeiten? Und was habt ihr gelernt, um bessere DJs, Aufnahmetechniker u.s.w. zu werden?

Bill: Ich denke, ich spreche für uns beide, wenn ich sage, dass es wichtig ist, während der Aufnahme mit unterschiedlichen Persönlichkeiten umgehen zu können. Man muss den Ort, die Menschen, die dort arbeiten, und die Wünsche des Künstlers respektieren, egal was sonst während der Nacht noch geschehen mag. Ich denke, im Laufe der Jahre haben Gus und ich gute Beziehungen zu den DJs, Veranstaltungsorten und Mitarbeitern aufgebaut, mit denen wir zusammenarbeiten, und jetzt vertrauen sie uns so weit, dass sie uns in ihre Lokale lassen und wir dort unsere Arbeit machen können.

Was die Technik betrifft, so denke ich beim Packen meiner Tasche für die Nacht immer daran, dass ich in jeder Situation für Aufnahmen bereit sein und Fehler beheben können muss, die während der Aufnahme auftreten.

Könnt ihr uns etwas über eure Lieblingsmomente in der Geschichte von Live Sets Chicago erzählen?

Gus: Da fallen mir so einige ein, auch von früher. Die meisten Dinge, die wir posten, sind ja aufgenommen worden, bevor wir mit dem Blog angefangen haben.

Ich persönlich schätze mich glücklich, dass DJ John Acquaviva mich zur Aufnahme seines finalen Sets im Rahmen der Abschlussparty des Nachtclubs "Motor" in Detroit 2002 eingeladen hat. Bill und ich haben John im Laufe der Jahre oft aufgenommen und er hat wirklich viel dazu beigetragen, dass wir unsere Aufnahmen machen konnten, also war es selbstverständlich, das für ihn zu tun. Dieses Set und die Geschichte zu dieser Nacht findet ihr in unserem Blog.

Der zweite Moment war die Aufnahme von Laurent Garnier während des 30-jährigen Jubiläums der Smartbar Chicago 2013. Laurent wollte, dass sein Set aufgenommen wurde, um einige Ausschnitte der Audiospur in einem Podcast für seine Radiosendung "It is what it is" (zu Deutsch: "Es ist was es ist") verwenden zu können.

Ich bin schon seit langem sein Fan, aber bisher war immer etwas dazwischengekommen und ich hatte ihn noch nie gesehen. Ihn zum ersten Mal zu hören und dann auch noch sein Set aufnehmen zu können, war also wirklich etwas Besonderes. Es war zudem das letzte DJ-Set für den Talentkäufer des Clubs, Nate Manic, als Mitarbeiter, von daher war ich froh, es auch für ihn aufnehmen zu können. Laurents Set und die Geschichte zu dieser Nacht findet ihr in unserem Blog.

Bill: Einer meiner persönlichen Favoriten der letzten Jahre war die Aufnahme und das Mastering von zwei Mix-CD-Projekten mit John Acquaviva. Zudem die Arbeit mit dem kürzlich verstorbenen Frankie Knuckles an einigen Promo-Projekten, von dem eines auch im Blog behandelt wird, sowie die Möglichkeit, die "Kings of House" (David Morales, Louie Vega und Tony Humpries) während eines Tribute-Events zur Feier des kürzlich verstorbenen Frankie Knuckles in der Smartbar Chicago im Jahr 2015 aufnehmen zu können.

Gus: Was unsere gemeinsame Arbeit angeht, denke ich, war die Aufnahme des ganzen Building-Events "Heroes of House" in der Metro/Smartbar Chicago im Jahr 2015 ziemlich cool. "The Datman" hat oben im Metro aufgenommen, in dem die aus Chicago stammenden DJ Diz und J-Dub für DJ Sneak, Derrick Carter und Mark Farina den Auftakt gemacht haben, die unmittelbar nacheinander auf sechs CD-Playern und drei Mischpulten gespielt haben. Ich war unten in der Smartbar und habe den Inhaber von Gramaphone Records, Michael Serafini, und den Resident-DJ Garret David aufgenommen, die den Auftakt für den Live-Auftritt von Phuture und DJ Pierre gemacht haben, der die Nacht abgeschlossen hat. Dieses Set und die Geschichte zu dieser Nacht findet ihr in unserem Blog.

Bill: Dazu muss ich noch den Moment erwähnen, als wir Richie Hawtin 2001 aufgenommen haben, wobei wir zwei DAT-Aufnahmegeräte gleichzeitig für die Aufnahme verwendet haben. Eines hat die Audiospur direkt vom DJ-Mischpult aufgenommen und das andere den Lärm der Menge über ein Mikrofon, das wir an der Decke des Clubs angebracht hatten. Dann habe ich beide Dateien in VEGAS zusammengemischt und einen Live-Mix der Nacht erstellt. Das war das erste Mal, dass wir so etwas versucht haben, die Lernerfahrung war also ziemlich cool.

Stehen bei euch irgendwelche Events und Podcasts an, von denen die Leute wissen sollten? Oder irgendwelche anderen persönlichen Projekte, die ihr gern teilen wollt?

Gus: Ich arbeite gerade an einigen Posts über die Rave-Szene aus dem Chicago der frühen 90er Jahre, aber ich weiß nicht sicher, welcher zuerst veröffentlicht wird. Um das herauszufinden, müsst ihr den Blog verfolgen.

 

Ihr seid nun schon seit einiger Zeit in der Techno-Szene in Chicago unterwegs.

Gus: Tatsächlich sind wir nicht nur in der Techno-Szene unterwegs. Wir haben im Laufe der Jahre viele verschiedene Genres an Tanzmusik aufgenommen. Ich habe mich bisher im Blog vor allem auf House- und Techno-Posts konzentriert, aber ich arbeite auch an anderen Dingen für den Blog.

Bill: Nun ja, ich bin 1994 zum ersten Mal mit House-Musik in Berührung gekommen, als ich zum ersten Mal in einen Nachtclub namens RedDog hier in Chicago gegangen bin. Dort habe ich 1996 auch meine Aufnahme-Karriere gestartet, nachdem ich mich mit einigen Resident-DJs angefreundet haben, die selbst keine Aufnahmen machen konnten und mehr als froh waren, dass ich das für sie machen konnte.

Wie genau hat Live Sets Chicago angefangen?

Gus: Ich habe mit Bill darüber gesprochen, Live Sets Chicago ins Leben zu rufen, um einen Ort zu haben, an dem wir die Geschichten zu diesen Live-Aufnahmen posten und teilen können, von denen viele zuvor nie veröffentlicht wurden und die wir im Laufe der Jahre archiviert haben. Ich fand, dass wir sie lange genug unter Verschluss gehalten haben.

Was hat euch dazu bewegt, die Rolle zu übernehmen, die Live Sets Chicago inzwischen übernommen hat?

Gus: Darauf gibt es eigentlich zwei Antworten. Um das Jahr 2006 herum habe ich mich mit verschiedenen DJ-Mix-Seiten im Web beschäftigt. Nach einer Weile fand ich, dass einige Seiten sich nur dafür interessierten, wie viele Sets sie posten konnten. In einigen Fällen war die Qualität der Dateien, die dort gepostet wurden, sehr schlecht. Ich dachte mir, dass wir die Dinge mit den Aufnahmen, die wir gemacht hatten, etwas anders angehen könnten. Auch habe ich nie eine Seite gesehen, die sich auf Live Sets aus Chicago spezialisiert hat, also dachte ich, dass wir eine Seite ins Leben rufen könnten, auf der wir die Aufnahmen so präsentieren können, wie wir finden, dass sie präsentiert werden sollten. Und natürlich können wir zu den meisten Aufnahmen die Geschichten dahinter erzählen, da wir sie ja gemacht haben.

Wie haben die Künstler auf eure Arbeit reagiert?

Bill: Im Allgemeinen habe ich das Gefühl, dass viele der Künstler, die wir aufgenommen haben, den Wert dessen, was wir tun sehen und dies schätzen. Im Grunde archivieren wir die Nacht für sie. Sowohl Künstler als auch Veranstalter kontaktieren uns und fragen, ob wir vorbeikommen und die Nacht für sie aufnehmen können. Bei anderen, mit denen wir schon lange zusammenarbeiten, ist es fast schon selbstverständlich, dass wir kommen und die Aufnahmen machen.

Müsst ihr nach einer Show viel Nachbearbeitung machen, bevor ihr ein Set online stellt?

Gus: Das hängt davon ab, wo der Mix gepostet wird. Wenn er nur auf unsere Mixcloud-Seite kommt, sehe ich zu, dass ich zum Mix Links zu den Künstlern und unseren Seiten in den sozialen Medien und im Bereich "Über die Show" ein bisschen Hintergrundgeschichte hinzufüge. Etwas aufwendiger wird es, wenn der Mix in unserem Blog gepostet werden soll. Zuerst schreibe ich eine kleine Einführung zum Künstler. Wenn Bill oder ich das Set aufgenommen haben, schreibe ich unsere Erfahrungen oder Geschichte zu dieser Nacht auf. Ich schreibe eine kurze Beschreibung des Mix und je nachdem, wie viel Material wir haben, füge ich noch Fotos, Flyer oder Videos hinzu, die zum Set gehören. Und ich füge Links zu Infos hinzu, von denen wir glauben, dass sie zum Künstler und Post passen und Links zu den Künstlern, die diesen Mix gemacht haben.

Könnt ihr uns etwas über euer Aufnahmegerät erzählen? Welche Software verwendet ihr? Nimmst du als "the Datman" immer noch mit einem DAT auf?

Bill: Nein, für die Aufnahmen verwende ich keinen DAT mehr. Meine aktuelle Ausrüstung beginnt mit dem wichtigsten Stück, einer Focusrite Fote USB Audiokarte, die in einem HP-Laptop steckt, auf dem SOUND FORGE läuft. Zudem habe ich im Laufe der Jahre in meinen Geräten Power-Produkte von Shunyata Research, Black Mamba Stromkabel und den originalen Hydra Power Conditioner verwendet. Als die DJs noch mit Schallplatten gearbeitet haben, habe ich viele dieser Dinge verwendet, aber seit die DJs mit dem Laptop arbeiten, bringe ich nicht mehr so viel mit wie früher. Jetzt, wo wieder mehr DJs mit Schallplatten arbeiten, nehme ich solche Sachen von Zeit zu Zeit wieder mit, je nach Setup für die Nacht.

Gus: Nein, ich arbeite auch nicht mehr mit DAT. Aber ich habe noch immer einen Player. Ich wurde schon von Leuten angeschrieben, die Bänder spenden wollten, also muss ich diese noch umwandeln können. Was die Aufnahmen angeht, habe ich jetzt ein Macbook Pro, auf dem SOUND FORGE läuft, mit einer M-Audio Fast Track Ultra Soundkarte, WireWorld Oasis Audio Connectors und einer AudioQuest Carbon USB-Verbindung.

Könnt ihr erklären, wie ihr die Aufnahme vom Club in die Aufnahme verwandelt, die ihr online veröffentlicht? Wie sieht euer Workflow aus?

Gus: Der erste Schritt unseres Workflows passiert immer, bevor wir überhaupt mit der Aufnahme beginnen. Wir versuchen immer, eine direkte Verbindung zum Mischpult herzustellen und die kürzest mögliche Signallänge zu erreichen. Was den Mastering-Workflow angeht: da DJs meistens bereits abgestimmte Songs spielen, muss ich nicht mehr viel mit der Datei machen. Ich bestimme, wie lange das Set sein soll und bearbeite die Datei dann entsprechend.
Ich suche nach abgeschnittenen Enden und verwende gegebenenfalls das Werkzeug dafür. Gegebenenfalls gleiche ich Unterschiede zwischen dem linken und rechten Audiokanal und dem Set im allgemeinen aus. Ich prüfen den EQ und füge etwas hinzu oder entferne etwas, je nachdem. Dann verwenden ich den Volume Maxximizer, um den Pegel hochzudrehen. Zwischen den einzelnen Schritten prüfe ich die Pegel und, wie sich die Datei anhört, um sicherzustellen, dass ich nichts übertreibe, und um gegebenenfalls nochmal Anpassungen vorzunehmen. Den Anfang blende ich ein und das Ende aus. Dann wiederhole, verzögere und speichere ich die Datei gegebenenfalls.

Wo findet ihr mehr Informationen über Live Sets Chicago?

Blog:
https://livesetschicago.blogspot.com

Mixcloud:
https://www.mixcloud.com/LiveSetsChicago/

Facebook:
https://facebook.com/Live.Sets.Chicago/

Vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt, mit uns über eure Arbeit zu sprechen!

Gus: Vielen Dank!

Bill: Vielen Dank!

Gus "Audio" und Bill "the Datman" von Live Sets Chicago verwenden SOUND FORGE Pro Mac, um die Mixes/Club Nights/Sets zu arrangieren, die sie auf ihre Mixcloud, Soundcloud und auf ihren Blog hochladen.

Besucht die SOUND FORGE Pro Mac Website hier, um mehr Informationen über SOUND FORGE-Produkte zu erhalten.

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