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Mit Loops Musik machen
Wir zeigen Ihnen, wie es geht

Ein Loop ist eine Schleife - genau genommen ein an beiden Enden zusammengeklebtes Stück Tonband. Tatsächlich stammt diese Technik der Musikproduktion aus der Ära der analogen Tonspeicherung. Die ersten Versuche, Musik mit Loops zu erstellen, wurden von den Verfechtern der zeitgenössischen ernsten Musik unternommen. In diesem Zusammenhang besonders erwähnenswert ist der deutsche Komponist Karlheinz Stockhausen, der bereits in den 1950er-Jahren mit Loops und anderen elektronischen Hilfsmitteln experimentierte.

Was sind Loops?

Heute ist das zusammengeklebte Tonband nicht mehr aktuell: In der Musik kommen Loops als digital gespeicherte Sequenzen vor. Dabei kann es sich um Basslinien, Schlagzeugrhythmen oder melodische Phrasen handeln. Sehr beliebt ist das Einfügen von Loops in Musikrichtungen wie Hip-Hop oder House: Hier werden bestimmte Sequenzen als Basis für einen Song benutzt. Dieses Verfahren wurde erstmals von dem US-amerikanischen DJ Grandmaster Flash in den 1970er-Jahren eingeführt.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung in den 1990er-Jahren und den zahlreichen Möglichkeiten, die sich dank großer Errungenschaften in der Computertechnik auftaten, wurden Loops in der Musik sehr beliebt. Musikstile wie Techno, Drum´n´Bass oder Trip Hop basierten fast gänzlich auf Loops, die sich nebenher durch Sampler je nach Belieben bearbeiten ließen. Selbst genrefremde Loops wurden in Songs eingebaut, wodurch sich facettenreiche Kompositionen kreieren ließen.

Loops werden häufig von Solo-Musikern und Singer-Songwritern benutzt, um den Anschein zu erwecken, als sei eine ganze Band zugegen. Auch in der experimentellen Musik kommen Loops zum Einsatz, denn die Sequenzen lassen sich ganz einfach mit speziellen Softwareprogrammen bearbeiten, um verschiedene Effekte zu erzielen. Das schafft nicht nur einen überaus großen musikalischen Spielraum, sondern erlaubt es Musikern, auch ohne viel Aufwand neue Ideen umzusetzen.

Nicht nur bei der Musikproduktion werden Loops vielseitig eingesetzt, sondern auch bei Live-Auftritten. Viele bekannte Künstler, wie zum Beispiel EdSheeran, kreiren während ihren Konzerten live auf der Bühne ihre Loops selbst. Hierzu werden sogennante Loop Stations verwendet. Diese Loop Stations helfen den Musikern dabei, ihre Parts aufzunehmen und im Anschluss abzuspielen, während bereits neue Loops aufgenommen werden oder der Song performt wird.

So stellen Sie mühelos Songs zusammen

Selbst wenn Sie keine Erfahrung in der Musikbranche haben, können Sie problemlos den Einstieg wagen und mithilfe von Loops Musik machen oder ihre Lieblingstracks remixen.

Entscheiden Sie sich für eine passende Software zur Musikproduktion,wie zum Beispiel ACID Pro, die Sie durch den gesamten Vorgang leitet und ihn Schritt für Schritt erklärt.

Die Vorgehensweise bei den Programmen bleibt mehrheitlich immer gleich und beinhaltet folgende Schritte:

  1. Wählen Sie einen Loop aus der Loop-Datenbank oder nehmen Sie ein eigenes Stück auf, das Sie im Programm weiter bearbeiten können.
  2. Wählen Sie einen Beat aus.
  3. Legen Sie das Tempo des Songs fest.
  4. Schmücken Sie Ihren Song mit speziellen Sound-Effekten aus - lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf.

Nach dem Baukastenprinzip lassen sich also Songs aus verschiedenen Loops zusammenstellen und bearbeiten.

Sobald Sie mit ihrem Ergebnis zufrieden sind und es bereits gemaster haben, dann können Sie sich überlegen wie Sie ihre Audiodatei verbreiten. Hierfür gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten, egal ob über Streaming-Dienste oder mit Video bei Video-Portalen. Teilen Sie ihren Song dort, worauf Sie Lust haben.

Mithilfe von Loops und Samples lassen sich nicht nur eigene Songs erstellen, sondern auch bekannte Songs remixen. Hierzu einfach den gewünschten Song nehmen und mithilfe von Loops verändern und remixen. Sie sollten hierbei jedoch darauf achten, dass Sie nicht jeden beliebigen Song ohne Probleme remixen und veröffentlichen dürfen. Viele Songs sind zum Beispiel durch das Urheberrecht oder ander spezielle Rechte geschützt.

Reichen Ihnen die Loops des Softwareprogramms nicht aus, dann können Sie ihr Reportoir mit vielen weiteren kostenfreien und kostenpflichtigen Loops und Samples erweitern.